Colt Reparatur

Colt Reparatur

Unser Mitsubishi Colt Motion (Z30) macht nun schon seit ein paar Wochen Probleme mit der Schaltung. Wenn man sich die Google Treffer so ansieht, ist es wohl ein häufig auftretendes Problem. Die Schaltung wird langsam immer schwergängiger und der Schalthebel kehrt nicht allein in die Mittenposition zurück, wenn kein Gang eingelegt ist.

Aufgrund des Wetters sind wir so einige Wochen gefahren, was auch kein großes Problem ist, wenn man weiß wo die Gänge liegen 😉

Vergangene Woche war es dann aber ganz vorbei mit dem Fahren. Meine Frau wollte nach der Arbeit nach Hause fahren und nichts tat sich. Zündung an, aber der Motor startete nicht. Der ADAC hat sie dann angeschleppt und ich habe es mir am Abend angesehen. 12V liegen am Anlasser und ein Drehen des Schlüssels führt auch zum Einrücken des Anlassers, er dreht aber nicht 😦 Also einen neuen Anlasser besorgt…

Da ich gestern ohnehin Urlaub hatte und es sich bei leichtem Schneefall und -1°C ja anbot draußen am Auto zu Schrauben habe ich dann gleich beides in Angriff genommen.

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Es ist deutlich zu sehen, dass der Bärenstarke 95PS Motor hier von mir in den Schatten gestellt wird :). Hier sieht man auch schön, dass man nichts sieht. Also erst mal die Batterie und das Ansauggedöhns raus.

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Anschließend kann man den Batteriehalter ausbauen. Wie ich natürlich erst nach der Demontage des Luftfilterkastens bemerkt habe, hängt der Luftfilterkasten nur am Batteriehalter. Man kann also einfach die drei Schrauben (zwei davon unter den weißen Kappen) des Batteriehalters lösen und alles auf einmal ausbauen.

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Nun kann man auch sehen wie die so oft im Internet beschriebenen Teile der Schaltung aussehen, die wieder gangbar gemacht werden müssen. Die beiden in den blauen Buchsen geführten Züge drehen zum einen (rechts) die Schaltwelle und heben sie an (links). Der Zug zum Heben und Senken ist der schwergängige. Aber zunächst habe ich den Anlasser getauscht.

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Für nicht mal 5 Jahre sah dieser schon ziemlich rottig aus. Der Tausch war aber kein Problem, eine Schraube oben und eine unten und mit ein paar guten Argumenten (Hammer) lies er sich lösen.

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Um komplett freie Bahn zu haben, habe ich den Ansaugschlauch auch noch entfernt. Hier sieht man nun schon den neuen Anlasser an Ort und Stelle. Nun ging es darum die Schaltung wieder gangbar zu machen. Das Lager das die Umlenkung zum Heben und Senken macht ist das Problem.

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Viele Anleitungen im Internet gehen von einem Ausbau der Schaltwelle aus und Bohren dann den Kopf des Bolzens auf um das Lager zu entspannen. Irgendwo im Internet (ich denke das sollte eindeutig sein) habe ich gesehen, dass jemand den Kopf einfach abgeschliffen hat und sich so den Aus- und vor allem den wieder Einbau der Schaltwelle erspart hat. Also den Kugelschleifkopf in den Dremel und aufpassen, dass man die Wasserleitung nicht beschädigt.

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Die Krempe also schön wegschleifen und dann mit einem flachen Schraubendreher oder kleinem Meißel den Rest erledigen.

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Es ist nun deutlich zu sehen, wie sich das Lager entspannt hat. Der Schalthebel muss jetzt bereits auch wieder leichtgängig sein und sich von alleine wieder in die Mittenposition (im Leerlauf) bewegen.

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Am Ende noch mit einer Schloßschraube (M8) und einer selbstsichernden Mutter fixieren (dabei noch den Blitz des Handys finden und viel hellere Bilder machen) und fertig 🙂

Nachtrag: Der Hinweis mit dem Schleifen kam von hier

Edit: Leider scheint das cihome Wiki nicht mehr erreichbar zu sein. Ich lasse den Link aber noch drin, vielleicht ist es ja nur ein temporäres Problem. Vielen Dank an Robert für diesen Hinweis.

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6 Gedanken zu „Colt Reparatur

  1. Ich hab diese Reparatur gerade (hoffentlich) hinter mir; hab mir extra dafür ’nen Dremel gekauft; die flexible Welle macht sich dabei wirklich gut – fast wie beim Zahnarzt. Ein paar Schwierigkeiten gab es aber doch: wie die Kabelhalterung der Pluspol-Kabel -zerstörungsfrei- vom Batteriehalter lösen, wie den Luftfilter vom Batteriehalter lösen (Gumminoppen), und wie das Entspannen hinkriegen? Eine gängige Anleitung im Internet beschreibt das Ganze auch noch seitenverkehrt… Das Entspannen ging jedenfalls dadurch, dass man mit dem Hammer und einen Stück Metall (Schraubenzieher, Meißel, kleine Schraubzwinge) die linke Seite der Gabel minimal auseinander klopfte (das Bild sieht nach mindestens 1mm aus, soviel ist gar nicht nötig). Sonst hätte ich womöglich noch die halbe Gabel weggefräst, denn in den Internet-Anleitungen wird nicht deutlich, wie das Entspannen gehen soll bzw. wo genau gehämmert werden soll. Außerdem dachte ich erst, die Rundkopfschrauben seien wegen des Vierkantabschnitts am Kopf nicht verwendbar, und nicht alle Baumärkte haben M8-50/60 mit glatter Schraubenfläche ohne Gewinde und Sechskantkopf. Nachdem Schrauben, Muttern und Unterlegscheiben nicht mal 1€ gekostet hatten, dann der Schraubensicherungs-Kleber für 7,95€ und wahrscheinlich nur einmal verwendbar :-(. Ich schau mal, ob ich damit das Problem gelöst hab – wär ja toll, wenn ich damit 350€ gespart hätte. Muss jetzt noch wieder anspringen und sich einlaufen…

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